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Die Apostelkanne und das Tafelsilber im Hortfund von 1628 - Trierer Silberschätze des 5. Jahrhunderts Bild 1
Annemarie Kaufmann-Heinimann / Max Martin

Die Apostelkanne und das Tafelsilber im Hortfund von 1628 - Trierer Silberschätze des 5. Jahrhunderts

(Trierer Zeitschrift, Beiheft 35)
     
Erscheinungsjahr:  2017
Umfang:  333 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen
Einband:  Gebunden
ISBN / Artikelnr.:  978-3-944371-06-1
 

Einführungspreis: € 78,-      Ab 1. Januar 2018: € 98,-

Mit Beiträgen von Wolfgang Binsfeld, Heinz Cüppers, Ludwig Eiden, Sabine Faust, Susanne Greiff, Hartwig Löhr, Barbara Niemeyer und Roland Schwab

Zwei außergewöhnliche Silberfunde der Spätantike stammen aus einem Quartier am Moselufer in Trier: die 1992 gefundene Prunkkanne mit Aposteldarstellungen und ein bereits 1628 entdeckter Schatzfund von spätrömischem Tafelgeschirr.

Die Trierer Apostelkanne stellt einen der wenigen Belege für spätantikes Tafelsilber mit christlichen Motiven dar. Form, Bildschmuck und Funktion werden hier vor dem Hintergrund anderer Silberkannen eingehend untersucht. Die achteckige Kanne ist vollständig erhalten und fällt durch ihre schlanken Proportionen und die in Felder unterteilte Wandung mit Vergoldung und Nielloeinlagen auf. Das Bildschema der im Zwiegespräch dargestellten Apostel geht auf die frühchristliche Sarkophagplastik zurück.

Technologische und archäometallurgische Untersuchungen an der Apostelkanne ergeben interessante Hinweise auf die Herstellungstechnik sowie die Zusammensetzung einzelner Teile dieses Meisterwerks antiker Toreutik.

Der verlorene Trierer Silberfund von 1628 war der größte bekannte Hort seiner Art. Er hatte ein Gewicht von ca. 114,5 kg und bestand aus etwa 50 Gefäßen und Geräten, die bald nach der Auffindung eingeschmolzen wurden. Die erhaltenen Beschreibungen des 17. Jahrhunderts und der Vergleich mit ähnlichen Funden von spätantikem Tafelsilber erlauben eine bildhafte Rekonstruktion des Fundes und seine zeitliche Einordnung.

Die Nähe der Fundstellen des Silberhorts und der Apostelkanne sowie die mutmaßlich gleiche Entstehungszeit der Silberobjekte lassen vermuten, dass beide Funde ursprünglich zum gleichen Tafelgeschirr gehört haben. Damit wäre die Apostelkanne das einzige erhaltene Objekt dieses bemerkenswerten Schatzes, der – in für die Spätantike nicht untypischer Art – Gefäße mit traditionellen mythologischen und neuen christlichen Bildmotiven vereinigte.

Die Untersuchung der Silberschätze liefert neue Erkenntnisse zu einer bisher wenig erforschten Phase in der römischen Geschichte von Trier – der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts.

Inhalt:

Vorwort

Sabine Faust
Ausgrabungen und Funde im römischen Quartier an der Feldstraße in Trier
Mit einem Beitrag von Heinz Cüppers

Hartwig Löhr
Zur Ausgrabung von 1992 an der Feldstraße in Trier

Bilddokumentation der Trierer Silberkanne

Annemarie Kaufmann-Heinimann
Die frühchristliche Silberkanne aus Trier
Anhang: Katalog der spätantiken Silberkannen des 4. und 5. Jahrhunderts

Ludwig Eiden
Restaurierung und Herstellungstechnik der Trierer Silberkanne

Susanne Greiff
Chemisch-analytische Untersuchungen der Trierer Silberkanne

Roland Schwab
Archäometallurgische Untersuchung von Weichlot an der Trierer Silberkanne

Barbara Niemeyer
Darstellungen von Silberkannen in der Figuralkunst des 2.-6. Jahrhunderts

Max Martin
Der Trierer Silberfund von 1628 und das Tafelsilber des 5. Jahrhunderts
Mit einem Beitrag von Wolfgang Binsfeld

Annemarie Kaufmann-Heinimann
Zusammenfassung/Summary

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